Objektivität und Information im Austausch:
Fragen und Antworten zum Naturbad Riehen.

Hier haben Sie die Möglichkeit, online Fragen zum Projekt zu stellen, die vom Projektteam und externen Experten beantwortet werden. Die Fragen und die entsprechenden Antworten werden auf dieser Seite aufgeschaltet.
Wollen Sie eine Frage stellen, dann senden Sie diese per Mail an info@naturbadriehen.ch.

Wir freuen uns auf den Austausch mit Ihnen!

Die Fragen im Überblick:



Man liest, dass Naturbäder, damit sie überhaupt funktionieren, grosse Wasserregenerationsflächen brauchen. Bleibt denn noch genügend Platz zum Baden?

Genügend grosse Regenerationsflächen sind für die Wasserqualität eines Naturbades wichtig. Die Grösse richtet sich nach dem Wasservolumen des Schwimmbereichs und den zu erwartenden Besucherzahlen. Im Projekt Naturbad am Schlipf sind die Regenerationsflächen und die Umwälzleistungen der Technik so grosszügig ausgelegt, dass sie auch Spitzenbelastungen von 2'000 Badegästen pro Tag bewältigen können. Solche Belastungsspitzen sind nur an einigen wenigen Spitzentagen pro Badesaison zu erwarten. Da die grossen Filteranlagen auf dem Areal der alten Badi angelegt werden sollen, belasten sie das Naturbadareal nicht. Einzig der Wasserpflanzengürtel um den Schwimmbereich benötigt eine Fläche von 478 m2. Die effektive Wassernutzfläche (Schwimmer-, Nichtschwimmer- und Sprungbecken) für den Badegast beträgt 1’058 m2 sowie 68 m2 für das Kleinkinderplanschbecken. In der alten Badi hatten diese Bereiche total eine Grösse von 590 m2.

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In der Riehener Zeitung war zu lesen, dass die Kapazität des Naturbads 2'000 Besucherinnen und Besucher beträgt. Reicht das?

Für die Projektierung des Naturbads wurde auf die Erfahrungswerte der alten Riehener Badi und anderer Bäder zurückgegriffen. Die alte Badi besuchten an den etwa fünf Spitzentagen pro Badesaison zwischen 1'000 und 1'500 Personen. Im Hitzesommer 2003 lag der Besucherrekord bei etwa 1'800 Tagesgästen. Es wird davon ausgegangen, dass das neue Naturbad mehr Gäste anlockt als die alte Badi, weshalb die Kapazität auf 2'000 Personen erhöht wurde. Dies sollte selbst an den wenigen Spitzentagen reichen.

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Bietet nicht sogar das Bettinger Bädli viel mehr Platz zum Schwimmen?

Im Bettinger Gartenbad beträgt die Wasserfläche total (inkl. Kleinkinderbecken) 342 m2. Sie ist somit deutlich kleiner als die geplante Badefläche des Riehener Naturbads mit total 1'126 m2.

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Könnte man das Schwimmerbecken nicht auf 50 Meter verlängern? 25 m finde ich für ein Training zu kurz! Für die Nichtschwimmer würde auch ein kleineres Becken sicherlich noch genügend Platz bieten.

Der Entscheid für ein 25-Meter-Schwimmerbecken fiel aus mehreren Gründen: Die Erfahrung aller angefragter Bäder zeigt, dass Nichtschwimmerbecken deutlich stärker genutzt werden als Schwimmerbecken. Im für Familien attraktiven Riehener Naturbad wird dies nicht anders sein, weshalb das Nichtschwimmerbecken deutlich grösser ausgelegt ist als das Schwimmerbecken. Zudem wurde seitens des Einwohnerrats der Wunsch geäussert, Sprungmöglichkeiten anzubieten, was besonders bei Kindern und Jugendlichen beliebt ist. Hierfür ist ein weiteres separates Becken mit entsprechendem Platzbedarf nötig, was eine Ausdehnung des Schwimmerbeckens auf 50 Meter verunmöglicht. Für Schwimmerinnen und Schwimmer wird aber - im Gegensatz zum alten Bad - durch die Ausgestaltung des Schwimmerbeckens als separates 25-Meter-Becken mit durchgehend tiefem Wasser ungestörtes Längenschwimmen möglich sein.

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Wie wird die Wassertemperatur im Naturbad sein?

Das Wasser wird sich im projektierten Naturbad aufgrund der Flachwasserzonen etwas schneller erwärmen als im alten Bad. Erfahrungen anderer Naturbäder (z.B. von Murg (D) am Hochrhein) zeigen, dass in Schönwetterphasen Wassertemperaturen von 24-25°C, bei Schlechtwetterphasen von ca. 20°C zu erwarten sind.

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Welchen Grund/Boden hat das Nichtschwimmerbecken. Ich habe verstanden, dass es einen strandähnlichen Einstieg mit Kieselsteinen gibt. Wie ist es im Becken?

Das gesamte Schwimmbad ist mit einer sehr strapazierfähigen Beckenfolie ausgelegt, so dass keinerlei Verbindung zum Grundwasser besteht. Der Strandeinstieg ins Nichtschwimmerbecken wird zusätzlich mit niedrigen Treppenstufen ausgestaltet sein, die mit angenehm zu begehenden Kieselsteinen gefüllt sein werden. Der Beckenboden des Nichtschwimmerbereichs kann in Naturbädern mit Kies überbedeckt sein, kann aber wie für das Schwimmer- und Sprungbecken geplant nur aus der Beckenfolie bestehen. Beide Varianten garantieren beste Wasserqualität. Der entsprechende Entscheid wird erst bei der Ausführungsplanung definitiv gefällt werden.

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Das Naturbad ist ja eine schöne Sache jedoch nur für den Sommer. Da Basel-Stadt nur das Rialto hat, wäre eine Kombination mit einem Hallenbad - benutzbar auch im Sommer - eine Option quasi für Kleinbasel und Riehen. Wurde das auch diskutiert und, falls ja, warum wurde es abgelehnt?

Das Thema Hallenbad wurde zu Beginn der Planung des neuen Riehener Freibads diskutiert. Der Gemeinderat entschied sich aber aus mehreren Gründen dafür, ausschliesslich ein Freibad zu planen. Wichtig waren hierbei die repräsentativen Bevölkerungsbefragungen 2001 und 2005, die ein besonders starkes Bedürfnis der Bevölkerung im Bereich des Freibads belegen. Zudem würde ein Hallenbad nur in Kombination mit einem Freibad Sinn machen; dies ist für den Gemeinderat in der aktuellen finanziellen Situation kein Thema. Dass selbst gut frequentierte Hallenbäder in der Region Basel jährliche Defizite von einigen hunderttausend Franken erzielen, sei nur am Rande noch erwähnt. Im Naturbad am Schlipf wird das Angebot für Sportschwimmer, eine wichtige Klientel der Hallenbäder, aber bewusst gegenüber der früheren Badi verbessert, indem ein separates 25-Meter-Becken mit vier Bahnen vorgesehen ist.

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Warum kann innerhalb des geplanten Perimeters nicht ein traditionelles Bad erstellt werden?

Der gewählte Perimeter ist der Grundwasserschutzzone 2a zugewiesen. Der Betrieb eines konventionellen (gechlorten) Bades auf diesem Perimeter wäre nicht gewässerschutzzonenkonform. Einzig für den Betrieb eines Naturbades wurde von den kantonalen Behörden eine Ausnahme zugesichert und dies auch nur, weil es sich sozusagen um die Erweiterung des bisherigen Badi-Standorts handelt.

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Ist tatsächlich kein Alternativprojekt in irgendeiner Schublade vorhanden?

Nein, es gibt kein ausgearbeitetes Alternativprojekt. Das letzte Projekt, an dem vor dem Naturbadprojekt gearbeitet wurde, datiert von 1994. Es handelte sich um ein Vorprojekt für ein konventionelles Freibad am Schlipf. Der Einwohnerrat wies die Projektierungskreditvorlage im September 1994 zurück und begründete dies mit der terminlich unsicheren Realisierung der Zollfreistrasse sowie der noch unverbindlichen Entschädigungszusicherung. Das Projekt wurde anschliessend nicht weiterverfolgt.

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Wie viele Autoparkplätze sind vorgesehen?

Es sind rund 40 Autoparkplätze vorgesehen.

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Wie gelangt der Fussgänger (allenfalls in der Badebekleidung) von A nach B und umgekehrt? Sicher wird der Verkehr in der Weilstrasse, nach dem (endlichen) Bau der Umfahrungsstrasse, abnehmen. Doch im Blick auf Kinder sollte ein sicherer Übergang bestehen, auch wenn A mit Eintritt und B frei zugänglich sein wird. Fast scheint es, dass diese Frage noch nicht gestellt worden ist, was mich sehr erstaunt.?

Die Zweiteilung des Areals bietet sowohl Vor- als auch Nachteile. Der Vorteil liegt darin, dass der Perimeter B am Fuss des Schlipfs das ganze Jahr öffentlich und gratis zugänglich ist. Der Nachteil liegt, wie von Ihnen angesprochen, darin, dass die Strasse überquert werden muss, wenn ein Badegast die Anlagen auf Perimeter B nutzen möchte. Bei der Planung wurde aus Sicherheitsgründen darauf geachtet, dass die Infrastrukturen für kleinere Kinder (z.B. der Spielplatz) vollumfänglich im Bad (Perimeter A) liegen. Auch für Tischtennistische hat es im eigentlichen Bad Platz. Zusätzliche Tischtennistische und das Beachvolleyballfeld auf dem Perimeter B sind eher auf jugendliche und/oder erwachsene Badegäste ausgerichtet. Der Grillplatz wird wohl eher am Ende des Badetages bzw. auch unabhängig von einem Besuch des Bades benützt werden, so dass die Strassenquerung diesbezüglich weniger ein Thema ist. Die Idee einer Brückenverbindung zwischen den beiden Arealen wurde aus Kostengründen nicht weiter verfolgt. Hingegen ist beabsichtigt, die Querung der Strasse für Fussgänger optimal zu gestalten.

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Wie sieht es mit den Betriebskosten aus?

Nebst den Sachkosten eines Naturbadbetriebs, die sich von denen eines herkömmlichen Bads vor allem durch den Wegfall der Kosten für Chemikalien sowie durch tiefere Energiekosten auszeichnen, sind insbesondere die Personalkosten zu erwähnen. Personal wird im Bereich der Betriebsleitung, der Betriebs- und Wasseraufsicht sowie im Kassenbereich benötigt. Die Erfahrungen anderer Naturbäder zeigen, dass die Betiebskosten im Vergleich zu konventionellen Bädern nicht höher, sogar tendenziell etwas tiefer liegen. Der betriebliche Aufwand während der betriebsfreien Zeit bzw. ausserhalb der Badesaison ist wie bei einem konventionellen Bad sehr gering.

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Sind die geplanten Parkplätze ausreichend?

Der geplante Parkplatz bietet annährend so viele Parkplätze, wie sie bei der alten Badi zur Verfügung standen. Abgesehen von einzelnen Spitzenzeiten, bot der damalige Parkplatz ausreichend Kapazität. Zudem wird von Gesetztes wegen lediglich eine beschränkte Anzahl an Parkplätzen zugelassen. Mit dem geplanten Parkplatz wird die zulässige Anzahl bereits ausgeschöpft. Mehr Parkplätze dürften daher nicht bewilligungsfähig sein.

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Wäre eine Kombination aus Natur- und konventionellem Bad denkbar?

Ein Bad mit einem Chlorbecken und einem Becken mit chemisch unbehandeltem Wasser wäre zwar grundsätzlich möglich, würde das Bad aufgrund des beträchtlichen technischen Mehraufwands aber unverhältnismässig verteuern.

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